Musiker:innen

Miharu Gartmayer wurde in Tokio geboren und studierte an der dortigen Toho Gakuen Musikuniversität bei Koichiro Harada. Sie ist Preisträgerin des Japan Kammermusik-Wettbewerbs.

Nach dem Diplom setzte sie ihre Ausbildung in Österreich an der Expositur Oberschützen der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz beim legendären Primgeiger der Wiener Philharmoniker, Alfred Staar, fort.

Mehrere Orchester-Engagements führten Miharu Gartmayer unter anderem als erste Geigerin zum RSO Wien und zum Gewandhausorchester Leipzig.

Heute lebt sie in Wien und tritt regelmäßig mit dem RSO Wien auf. Darüber hinaus ist sie begeisterte und gefragte Kammermusikerin in zahlreichen Ensembles und verschiedenen Formationen.

Seit Oktober 2025 ist Miharu Gartmayer Mitglied des Winterberg-Trios.

Jacqueline Kopacinski entstammt einer moldawischen Musikerfamilie. Seit 1990 lebt sie in Wien, wo sie an der Universität für Musik und Darstellende Kunst (heute: mdw) bei Edward Zienkowski und Josef Sivó (Violine) sowie Klaus Maetzl (Schwerpunkt Kammermusik) studierte. Als Bratschistin besuchte sie u.a. ein Seminar von Dimitrios Polisoidis der Impuls09-Akademie anlässlich der Tage zeitgenössischer Musik an der Kunstuniversität Graz.

Jacqueline Kopacinski konzertierte mit verschiedenen Orchestern und Ensembles, wie dem Wiener Konzertquintett, Burst Trio, Vienna String Duo, Atlas-Quartett, Semmeringer Salonquartett, Ensemble Mélisande, Lehar Festival Orchester, Divertimento Viennese u.a.m.; sie trat bei Festivals wie Wien Modern, Sound59 und dem Kultur.Sommer.Semmering auf, Konzertreisen führten sie durch Europa, nach Asien, in die USA und nach Zentralamerika. Sie spielte für den Rundfunk Berlin-Brandenburg Kammermusikwerke sorbischer Komponisten ein und wirkte bei etlichen CD-Produktionen mit.

Die intensive Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik führte zur Zusammenarbeit mit vielen Komponist:innen und ließ sie bei zahlreichen (Ur)Aufführungen mitwirken.

Außersem erarbeitet sie regelmäßig Kammermusikwerke von im Nationalsozialismus verfolgten Komponist:innen der Wiener Kunstkommission, die u.a. in der Konzertreihe „Klassik 15“ aufgeführt werden.

Ihre große Leidenschaft fürs Theater lebt sie immer wieder in performativen Arbeiten als Bühnenmusikerin aus, u.a. in „boeing boeing schneeskulptur“, „kirschgarden“ (Garage X), „Das Leben ein Traum“ (Burgtheater) oder „Ein Walzertraum“ (Bühne Baden).

Im Winterberg-Trio spielt sie seit September 2026.

Gerhard Waiz wurde in Wien geboren und studierte Cello am Konservatorium (heute MUK – Musik und Kunst Privatuniversität) der Stadt Wien bei Cecilia Ottensamer, wo er bereits im Alter von 19 Jahren sein Konzertfach-Diplom erhielt. Es folgten weitere Studien und Meisterkurse bei Franz Bartolomey.

Als Solist und Kammermusiker konzertiert er im In- und Ausland, in Hörfunk und Fernsehen (ORF) sowie auf CD-Aufnahmen. Mit seinem Ensemble TRIS widmet er sich ganz besonders der Wiederentdeckung vom Nazi-Regime verfemter und verfolgter Komponist:innen. Zuletzt erschien 2022 bei „capriccio“ eine CD mit bislang unveröffentlichter Kammermusik von Josef Labor.

Seine große Erfahrung als Orchestermusiker (u.a. an der Wiener Staatsoper und im RSO Wien) ist eine wertvolle Bereicherung für seine Arbeit. Zahlreiche Tourneen führten ihn in verschiedene Länder Europas, in die Türkei, nach Japan, Korea, Mittel- und Südamerika, Kanada und in die USA.

Sein Repertoire umfasst alle Epochen und Stilrichtungen vom Barock bis zur „Moderne“. Sein besonderes Interesse gilt der zeitgenössischen Musik und der (Ur)Aufführung neuer Kompositionen. Seit 2010 unterrichtet er außerdem an der Beethoven-Musikschule der Stadt Mödling. Auch das Schreiben hat es ihm angetan: Im Resistenz Verlag erschien 2012 der Gedichtband „die beine der schöneren lügen“.